Linux für ein 10 Jahre altes Samsung Laptop gesucht

  • …ich kenne mich (noch) nicht aus und brauche etwas Starthilfe oder ein paar gute Links zu Anleitungen. Hab schon gesucht und bin erschlagen von den Möglichkeiten, weiss nicht mehr weiter.


    Ein Linux für ein 10 Jahre altes Samsung Laptop (Modell R530) wird gesucht, weil ich Linux mal ausprobieren will.


    Was nehme ich da, wie mache ich das?

    Image runterladen auf einen USB-Stick oder sowas? Wie geht das?

    War dabei :thumbsup: : 50/56 HomeCons - Teilnahmequote 89%.
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  • Linux Mint wäre jetzt auch mein erster Tipp gewesen. Ich selbst verwende das auf einem meiner alten Laptops. Das Ding hat nen Dual Core Celeron irgendwas und 4 GB RAM, darauf läuft dieses Linux ziemlich gut. Allerdings hatte ich schon vor Jahren mal eine SSD nachgerüstet, irgendeine total billige - das macht generell sehr viel aus.


    Bevor Du das Linux installierst, würde ich mich einmal umschauen, ob es ein Firmwareupdate vom Hersteller für Dein Gerät gibt. Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass man sich manchmal mit Problemen rumärgert, die durch ein Update der Firmware behoben werden - auch da können Fehler drin stecken. Wenn Du aber nicht weißt, wie das geht oder Dich nicht traust, dann lass es. Wobei mir in meinem Leben noch nie irgendein Gerät durch ein fehlgeschlagenes Update kaputt gegangen ist - man hat sich früher diesbezüglich die schlimmsten Gruselgeschichten erzählt...


    Um Linux auf das Gerät zu bekommen, kannst Du den Weg über eine DVD oder einen Stick gehen. Wenn Dein Notebook von USB booten kann, ist der Weg über den Stick auf jeden Fall vorzuziehen, die Gründe muss ich glaube ich nicht aufzählen.


    Zum Download von Mint kommst Du über den Link vom 1ST1 weiter oben. Mint gibt es in 3 Versionen (eigentlich noch mehr, aber das lasse ich mal außen vor, wird schnell verwirrend), die sich durch das verwendete Desktopsystem unterscheiden. Cinnamon ist ein schicker moderner Desktop, den habe ich bei mir laufen. MATE hat ältere Wurzeln und das merkt man manchmal auch. Er ist nicht schlecht, Cinnamon wirkt jedoch moderner. Und dann gibt es da noch die Xfce-Version, die sich durch einen recht leichtgewichtigen Fenstermanager auszeichnet. Sollte das Ganze auf Deinem Gerät nicht gut laufen, könntest Du den versuchen - ich denke aber nicht, dass das nötig sein wird.


    Nachdem Du das Image als .ISO geladen hast, muss es noch auf den Stick. Es genügt nicht, die Datei auf den Stick zu kopieren, Du musst es darauf "brennen" hätte man früher gesagt. Das .ISO ist nur ein Container für den Inhalt, der nicht nur aus Dateien, sondern auch aus diverser zum Booten notwendiger "Magie" besteht. Hierzu brauchst Du ein Programm, welches das für Dich erledigt. Die Leute von Linux Mint empfehlen hier dieses Programm:


    https://www.balena.io/etcher/


    Ich habe bislang immer das hier verwendet:


    https://rufus.ie/de/


    Im Prinzip machen beide das gleiche. Damit schreibst Du also das ISO auf nen ausreichend großen Stick.


    Wenn der erstellt ist, kannst Du das Notebook davon booten lassen (möglicherweise musst Du das im BIOS-Setup aktivieren oder beim BIOS-Screen eine Taste drücken, um so an ein Boot-Menü zu kommen). Nach dem Boot vom Stick landest Du in einer Linuxumgebung, von der aus Du die Installation starten kannst. Während der Installation wirst Du Dinge gefragt, zum Beispiel, ob die gesamte Platte verwendet werden soll oder ob ein bestehendes Betriebssystem weiterhin im Dual Boot verfügbar sein soll. Auch wird vermutlich irgendwann die Frage kommen, ob Du proprietäre Treiber verwenden möchtest. Hintergrund ist, dass manche Hersteller ihre Treiber nicht quelloffen zur Verfügung stellen und man durch deren Installation ein ansonsten offenes System "beschmutzt". Wenn Du das erlaubst, erhältst Du bei mancher Hardware eine bessere Treiberunterstützung. Ich glaube, diese Frage des Installers beinhaltet auch Komponenten wie Mediendekodierung wie MP3. So lange Du keine Bedenken hast, nicht quelloffene Treiber und Komponenten zu installieren, kannst Du hier ja sagen.

    Ach ja, es kann sinnvoll sein, während der Installation am Internet zu hängen, dann kann Mint sich schon mal nach Updates etc. umschauen.


    Irgendwann ist das dann fertig, Du kannst den Stick abziehen und Dein neues Linux booten. Das Einrichten von WLAN geht wie unter Windows über ein Symbol unten bei der Uhr, ein paar Updates für Komponenten wird es auch geben. Software Deiner Wahl kannst Du dann über die eingebaute Softwareverwaltung installieren. Das Teil ist wie der Windows Store.


    Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen und wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben :thumbup:

  • Linux Mint wäre jetzt auch mein erster Tipp gewesen. Ich selbst verwende das auf einem meiner alten Laptops. Das Ding hat nen Dual Core Celeron irgendwas und 4 GB RAM, darauf läuft dieses Linux ziemlich gut. Allerdings hatte ich schon vor Jahren mal eine SSD nachgerüstet, irgendeine total billige - das macht generell sehr viel aus.

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    Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen und wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben :thumbup:

    wow, vielen Dank für die ausführlichen Tipps. Damit wird es wohl klappen.

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  • Runterfahren in 7sek

    Starten in 1:30min

    Akku hat noch 65% Leistungsfähigkeit lt Tool. Nicht schlecht für einen Rechner von Okt/2010, der täglich im Gebrauch war (meist mit Netzanschluss).


    bin wirklich positiv begeistert. Office Software drauf, Kalender, GIMP, Inkscape, Firefox uvm.

    Backupsnapshots wie TimeMachine bei Apple.

    Was kann man mehr wünschen.


    Für 'ne 11 Jahre alte Hardware-Möhre tolle Leistung. OS ist gut.


    Test erfolgreich, würde ich sagen. Werde mal die neueren ACER (4-5 Jahre alt) von meinen verstorbenen Eltern auch damit testen.

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  • mit dem ACER war es ungleich schwieriger. Der ließ sich zwar installieren, bootete dann aber nicht. Mehrfach versucht, keine Besserung.

    Ich musste ihn am Ende im BIOS umstellen auf "Legacy Boot" statt UEFI und dann nochmal installieren. Nun läufts und er updated fleissig.

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