PiStorm A500

  • Servus zusammen,


    einer meiner A500 hat einen PiStorm mit RaspberryPi Zero 2WH implantiert bekommen. Das Board des A500 ist ein 6A mit passender Agnus was mich dazu verleitet hat gleich noch den 1MB ChipRAM Mod zu machen. Ein paar Dinge waren nicht komplett out-of-the-box, es braucht noch einen CPU relocator und eine Stiftleiste um den PiStorm anzukippen damit er nicht an der Tastatur anschlägt. Danach mußte ich noch ein Stückchen Gehäuse wegnehmen, eine Abstützung kollidiert mit dem PiStorm. Das kann man mit einem Fräser so abnehmen daß es nicht weiter auffällt und die Funktion erthalten bleibt.


    Drei offene Themen habe ich noch:


    - Die PowerLED flackert immer wieder mal. Aktuell ist es scheinbar aber stabil.

    - Das Floppylaufwerk hat ein Problem damit zu erkennen wenn keine Floppy eingelegt ist. Lesen/schreiben tut sie aber.

    - R401 und R408 (4.7 Ohm 1/2W wenn ich richtig recherchiert habe) haben deutliche Überhitzungsspuren.


    Soweit ich es sehe hat der Konnektor des Netzteils keinen guten Kontakt was wohl auch einen Teil der Foppy-Probleme verursacht. Der Rest könnten die Schalter für Schreibschutz und "Disk eingelegt" sein. Wenn ich das so nicht in den Griff bekomme werde ich den Konnektor wohl mal ersetzten müssen. Die Widerstände hat glaube ich schon der Vorbesitzer geschmort, die sollen raus und dann schauen wir ob das Problem wiederkommt. Laut Internet sind das inkompatible Joysticks.


    Beeindruckend finde ich wie leicht es insgesamt ist den PiStorm mit WiFi zum laufen zu bekommen. Der Emu68Imager 1.0.6.3 nimmt einem (fast) alles ab wenn man OS 3.9 installiert und dem Teil sagt wo er das KickROM Image, eine OS3.9 ISO und die BoingBags findet. Was nervt ist das eine US Tastatur eingestellt wird. Da muß ich mal schauen wie man das ohne große Verrenkungen ändert.


    Viele Grüße

    Friedrich

  • Noch ein kleines Update: Nicht das Board, nicht das Netzteil, nein: Die Floppy wars. Ich habe noch zwei Floppies auf dem Dachboden gefunden. Eine davon ist eine FZ-354 aus einem A500. Die ist war dreckig und nicht richtig eingestellt. Dreckig is beseitigt, Einstellen noch nicht. Aber sie macht exakt was sie soll. Die die drin war ist vermutlich aus einem A600. Warum die ohne Streß schreibt und liest aber nicht klickt ist mir ein Rätsel. Der disk change Schalter funktioniert augenscheinlich und scheinbar ist sie auch korrekt gejumpert. Nur der Anschluß fürs Netzteil nervt ein wenig. Mal geht es über Stunden ohne Flackern und mal zickt es rum.

  • Mal wieder ein Update - liest das eigentlich jemand? ;-) Der Stromstecker funkdioniert jetzt weitesgehend streßfrei, keine flackernde Power-LED und keine Probleme beim Arbeiten mit zwei Floppies. Nur die interne Floppy nervt noch etwas. Laut Amiga Test Kit schwankt die Drehzahl etwas und der Drehteller auf der Floppy-Unterseite eiert. Ich schaue mir das nochmal an, tendiere aber dazu es zu lassen weil ich keine Idee habe wie ich die Achse beim Losschrauben bzw. Festziehen halten soll. Hat jemdand dazu eine Idee?

  • Fein, wenn Interesse vorhanden ist schreibe ich gerne noch ein bißchen mehr. Das Floppy-Thema lege ich auf Eis bis ich weiß ob ich noch Ersatz habe. Ich staune immer wieder was sich in den Kistchen und Kartons alles finde. Inzwischen ist die dritte Tank Maus aufgetaucht. Bei der muß ich schauen wie es mit ihr aussieht, zwei habe ich mit Säubern und Kontakt 60 wieder zum Laufen bekommen. Bei den Mikroschaltern hätte ich damit nicht wirklich gerechnet. Okay, sind bei der Maus eher Makroschalter, ist aber egal. ;-)

    Aktuell steht für die Pistorm Maschine noch an ein Abschirmblech so zu schneiden daß der Pistorm paßt. Die angekokelten Widerstände lasse ich erstmal bis ich mehr Übung beim Löten habe. Ich habe eine c`t OMTI Adapter der mit ALF von Oliver Kastl läuft fast verschrottet weil beim Tausch des defekten und wirklich grauenvoll gelöteten ISA Slots sich zwei Lötaugen von der Platine gelöst haben. Die Leiterbahn hat aber gehalten und die Platte läuft. Das war mehr als knapp. Dazu schreibe ich aber auch nochmal was eigenes.

    Insgesamt finde ich den PiStorm extrem interessant weil es viel weniger gefummel ist ein ADF auf eine Disk zu bekommen als auf den meisten anderen Lösungen die ich im Laufe der Zeit probiert habe. Die Kosten sind im Rahmen, was mich noch reizt ist ein RGB2HMDI dazuzupacken. Dann reicht ein TFT Monitor DVI mit Ton aus und da habe ich einen schicken älteren EIZO der für den Job wie geschaffen wäre.

  • Ach ja, zur Software: Ich habe mich da schon lustig ausgetobt und am Ende das ISO Image der 3.9 CD im OS nochmal eingebunden. Es gibt dazu Tools, isomount habe ich aber immer noch nicht komplett am Laufen weiles das PFS nicht findet. Ist ein ziemlicher Fackelzug der am Ende eigentlich nicht nötig wäre. Ein Teil der Tools die isomount braucht reicht alleine eigentlich völlig aus weil es zwei virtuelle Floppies und zwei CD-ROMs bereitstellt. Plattenimages gehen so nicht, die brauche ich aber auch nicht. Plattenemulation und Picasso 96 RTG laufen prima, da gibt es nichts zu meckern. WiFi hat bei mir auf Anhieb funktioniert, das macht die Software Beschaffung per Internet leicht. RAM stellt der PiStorm reichlich zur Verfügung, allerdings kein ChipRAM. Deswegen der Mod damit die 512K Erweiterung in der Trapdoor ChipRAM ist. Damit laufen prinzipiell alle WHDLoad Clients wenn sie kein AGA brauchen. Leider gibt es in Punkto WHDload noch Verbesserungpotential, Hugo DE und Dark Queen of Kryn sind aktuell meine Problemkinder. Hugo schmiert immer mal wieder ab und Dark Queen of Kryn mault daß es irgendwelche Files nicht findet. Dafür läuft der allererste Hugo stabil und ohne Ladezeiten - ein Traum.